Virtualisierung von PCs und Servern 

Mit Hilfe der Virtualisierung werden Software-Ressourcen geschaffen, die eigentlich eine entsprechende Hardware erfordern. Virtualisiert werden können zum Beispiel PCs und Server. Der Markt bietet verschiedene sogenannte Virtualisierungssoftware an. Unternehmen entscheiden sich unter anderem für eine Lösung durch Virtualisierung, um Kosten für benötigte Hardware zu sparen, Aufwendungen für Support und Administration können reduziert werden.

Wie funktioniert die Virtualisierung?

Zur Veranschaulichung sei ein Unternehmen mit circa zwanzig Mitarbeitern hergenommen, die im Verwaltungs- und Buchhaltungsbereich tätig sind. Die herkömmliche Ausstattung sieht für die Mitarbeiter jeweils einen PC vor, auf dem ein Betriebssystem und Anwendungen laufen, zum Beispiel aus dem Office-Bereich. Für die einzelnen PCs sind die Mitarbeiter aus dem IT-Bereich verantwortlich. Somit entsteht Support-Aufwand für Hardware und Software der PCs jedes einzelnen Mitarbeiters. Im Laufe eines Jahres können hier etliche Kosten anfallen. Wesentliche Kosten entstehen beim Austausch von Hardwarekomponenten, seien es Festplatten, RAM-Speicher, Lüftungen, Stecker, Laufwerke usw. Des Weiteren entsteht Aufwand bezüglich der Software. Die Betriebssysteme der einzelnen Rechner müssen up-to-date sein und die Anwendungssoftware ebenfalls. Um dies zu gewährleisten sind die IT-Mitarbeiter gut beschäftigt jeden Mitarbeiter-PC software- und hardwaretechnisch instand zu halten. Teilweise sind bei Hardwareproblemen auch Techniker vor Ort gefragt.

Hier kommt der Nutzen der Virtualisierung ins Spiel. Die PCs der Mitarbeiter müssen in Bezug auf Hard- und Software nur wenige Kriterien aufweisen und können gleichzeitig im vollen Umfang für alle Betriebssysteme, Anwendungen oder auch nur spezifischen Anwendungen genutzt werden. Der PC unter dem Tisch des Mitarbeiters dient im Betrieb lediglich als Fenster zum virtuellen PC. Im oben genannten Fall bedeutet dies, dass den zwanzig Mitarbeiter jeweils einen oder auch mehrere virtuelle PCs zur Verfügung gestellt werden können. Der virtuelle PC existiert in Form einer Datei auf einem Server. Der Server liefert so dem Anwender des virtuellen PCs eine abstrakte Ressource - der Mitarbeiter bekommt eine künstlich generierte Hardware-Umgebung zur Verfügung gestellt. Für einen virtuellen Rechner können also auch RAM-Speicher zur Verfügung gestellt werden, Netzwerkkarten „eingebaut“ werden (mit Zuteilung einer IP-Adresse) und eine oder mehrere CPUs können zugeordnet werden. Auch Festplatten mit mehreren Laufwerksbuchstaben sind am virtuellen PC möglich.

Da alle virtualisierten PCs gleichzeitig auf einem Server betrieben werden, wird eine Vernetzung über ein virtuelles Netzwerk leicht gemacht. Der Anwender loggt sich, wie zuvor auch, mit seinem Namen und Passwort ein. Die Arbeitsweise ändert sich dabei nicht für den Anwender.

Einige Vorteile bei der Virtualisierung von PCs

Die Vorteile liegen in folgenden Punkten: Zum einen können die IT-Mitarbeiter auf jeden PC leicht Zugriff bekommen ohne vor Ort zu sein. Durch die einfache Schaffung eines Netzwerkes (auch virtuell) kann die Kommunikation und Zusammenarbeit verbessert werden. Anwendersoftware kann zentral am Server betrieben werden. Software-Updates und Betriebssystem-Updates können bequem und zentral von der IT-Abteilung durchgeführt werden. Der Aufwand bezüglich der Wartung von Hardware reduziert sich. Die virtuellen PCs können einfach gesichert und archiviert werden (der virtuelle PC ist eine Datei am Server, für die ein Backup geplant werden kann). Hardware und Betriebssystem am Rechner der Anwender kann in abgespeckter Version installiert werden.

Zudem ergeben sich Möglichkeiten für den Anwender von überall aus auf ihren virtuellen PC im Unternehmen zuzugreifen. So wird die Arbeit im Home Office möglich oder der Zugriff auf den PC mit einem Tablet oder Smartphone.

Die Virtualisierung von Servern

Auch Server können virtualisiert werden, was den Parallelbetrieb verschiedener Serversysteme ermöglicht. Im Prinzip funktioniert die Server-Virtualisierung entsprechend der eines PCs. Auf einem physikalischen Server wird die Serversoftware verschiedener Hersteller und Versionen aufgespielt. Mit diesen virtuellen Servern lassen sich nun auch zugehörige virtuelle PCs betreiben. In der Praxis heißt das, dass auf einem physikalischen Server zum Beispiel ein Linux-Server und verschiedene Versionen von Microsoft Exchange-Server gleichzeitig betrieben werden. Zugehörig zu jeden der Server können Virtuelle PCs angebunden werden. Server und Virtuelle Maschinen können isoliert von einander genutzt werden.

Auf der Suche nach einem geeigneten System für den virtuellen Betrieb von PCs oder Server ist fachkundiger Rat erforderlich. Bestimmte IT-Dienstleister haben sich auf die Virtualisierung spezialisiert und können mit Erfahrung die am besten geeignete Lösung für das Unternehmen finden. Geprüft wird, welche Virtualisierungs-Software sich für die Anforderungen eignet und welche Hardware gebraucht wird. Das Einrichten, die Wartung und der Support sind die wesentlichsten Punkte die auch in Betracht gezogen werden müssen.

Fazit:

Mit dem Einsatz von virtualisierten PCs können Ressourcen gespart werden. Mobiler Zugriff auf den virtuellen Rechner ist möglich. Bei einer Servervirtualisierung können mehrere Betriebssysteme und dazugehörige virtuelle Maschinen isoliert benutzt werden.